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Hameln: Die Schatzinsel – Haben wir noch den Mut zu träumen

Inhalt:
Ein junger Schriftsteller kämpft um die Liebe seines Lebens und schreibt die größte Piratengeschichte aller Zeiten – „Die Schatzinsel“.

Edinburgh 1870: Als Louis Stevenson sich schon beinah damit abgefunden hat, seine Kindheitsträume – Schriftsteller zu werden – zu begraben, begegnet er der Amerikanerin Fanny Osbourne und deren kleinem Sohn Lloyd. Hals über Kopf verliebt sich Louis in die faszinierende, selbstbewusste Frau. Es kommt zu einer aufregenden Liebesaffäre. Auch zwischen Fannys Sohn Lloyd und Louis entsteht eine innige Freundschaft. Inspiriert von der kindlichen Begeisterung des Jungen, beseelt von der Liebe zu Fanny und dem Wunsch nach Freiheit, beginnt Louis eine Piratengeschichte zu schreiben.

Ein Piratenkopf mit roten Augen begrüßt das Publikum und weist darauf hin, dass auf klingelde Handys die Todesstrafe steht. Das Eis ist gebrochen und das Publikum lacht.

Im Traum sieht der 24-jährige Robert Louis Stevenson sich selbst als Kind. In seinem Bett hört der Junge seinem Vater zu, der ihm eine Piratengeschichte erzählt. Er erwacht durch einen Hustenanfall auf dem Fußboden seines Elternhauses. Sein Vater entdeckt ihn und singt den Song „Wach endlich auf“
Für Louis Stevenson (Friedrich Rau) ist klar, dass er seine Heimat verlassen muss. So packt er seinen Koffer und reist nach Frankreich. Dort lernt er die bezaubernde Fanny Osbourne (Anna Thoren) mit ihren Sohn Lloyd (Paula Weber) kennen. Paula ist zwölf Jahre alt und besucht die Sportklasse/Jgst. 7 des Domgymnasiums Fulda. 2014/15 stand sie als kleine Johanna in „Die Päpstin“; 2015 als Jim Hawkins/Lloyd Osbourne in „Die Schatzinsel“ auf der Bühne. 2017 wird sie im Musical „Herrscher der Träume“ in Arnstadt zu sehen sein. Louis erzählte Lloyd eine Geschichte über Piraten. Sie entdecken, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben. Lloyd  war schon lange nicht mehr so glücklich, doch auf einmal erhält Louis eine Absage für sein Buch und seine Träume zerplatzen. Fanny versucht ihn mit dem Song „Haben wir noch den Mut zu träumen“ zu ermutigen. Eine kleine Kostprobe gibt es bei Soundcloud.

Das Musical zeigt vieles. Eine wunderbare Geschichte, in der man sich in Raum und Zeit verliert. Man schaut wie gebannt auf die Bühne. Es beginnt eine ungewöhnliche Reise, die von einer Gewissheit erfüllt ist: Freiheit ist der einzige Schatz, den es sich zu finden lohnt…
Es heißt auch nicht „Ja, Sir“, sondern „Aye,Aye Captain“. Wir dürfen natürlich einen ganz besonderen Piraten nicht vergessen: Den einzigartigen Silver (Frank Logemann). Auf dem Schiff von Captain Flint dient der einbeinige Silver als Steuermannsmaat. Long John Silver hat ein Bein verloren und benutzt eine Holzkrücke, was ihn allerdings nicht im Geringsten bei seinen Aktionen einschränkt. Er gibt sich jovial, humorvoll und gönnerhaft und doch hat er auch eine ganz andere Seite. Er ermordet auch seine Besatzungsmitglieder. Was doch eine sehr positive Eigenschaft ist, dass er auch wie ein Vater für Jim erscheint. Seine freundschaftliche und kameradschaftliche Art macht ihn sofort sympathisch, doch auf der anderen Seite ist er hinterhältig, dreckig und abgrundtief böse.

Bühne: Die aufwendige Kulisse versetzt den Zuschauer direkt in die Piratenwelt. Das Leben des Meeres wird spürbar. Ein Schiff aus Holz gebaut. Ein wunderbaren Sternen Himmel. Es ist, als würde man in einem Kinosaal sitzen. Du siehst die Wellen, durch die sich das Schiff kämpft. Eine urige, alte Kneipe. Eine alte Haustür. Ein helles, edles Zimmer oder eine dunkle Höhle, wo die dort herrschende Kälte fast spürbar wird.

Kostüme: Es sind Farben im Spiel. Die Farbe „Rot“ dominiert. Dazu kommt hier und da nackte Haut – gehört wohl dazu!

Darsteller: Jetzt wird es schwer! Also ich muss sagen, dass alle wunderbar waren. Am besten hat mich Frank Logemann als Silver gefesselt. Seine charismatische Art und nicht zuletzt seine Wandlungsfähigkeit haben mich stark beeindruckt.

Friedrich Rau: Ebenfalls eine absolut starke Bühnenpräsenz, welche die Rolle wunderbar ausfüllt.

Musik: Sehr schöne Lieder aus der Welt der Piraten. Die Songs laden zum Träumen ein!

Technik: Der Wahnsinn! Unglaubliche Effekte, wie  Totenkopf oder die Wellen des Meeres mit dem dazugehörigen Schiff.
Darauf gab es verdient langen Applaus und Standig Ovations.

Die Darsteller Liste:

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Nach der Vorstellung:

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Es wurde gespendet für José Carreras-Stiftung

 

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