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Dracula und seine starke Anziehung! „Leb noch einmal“

Foto: von Traubenberg

Foto: von Traubenberg

Dracula und seine starke Anziehung!

„Leb noch einmal

Das Musical DRACULA besuchte ich am 03.06.2016, 20:00 Uhr

im

Theater Hameln

Musikalische Leitung Achim Falkenhausen
Inszenierung Craig Simmons
Bühne und Kostüme
Esther Bätschmann
Choreografie Katja Buhl

Mit: Alexander Prosek (Graf Dracula), Tim Müller (Jonathan Harker), Jens Krause (Professor van Helsing), Elisabeth Köstner (Mina Murray), Sandra Pangl (Lucy Westenra), Björn Schäffer (Dr. Jack Seward), Stephan Freiberger (Quincey P. Morris), Jesper Mikkelsen (Arthur Holmwood), Jürgen Brehm (Renfield), Judith Bloch, Teresa Scherhag, Agnes Buliga-Contras, Anne Lütje, Kathelijne Wagner (Vampirinnen), Vanessa Peschel/Sara Schonebeck/Emma Weber (Kind), Opernchor des TfN, Orchester des TfN
Dauer: ca. 2 1/2 Stunden, inklusive einer Pause

 

Der englische Anwalt Jonathan Harker besucht Graf Dracula auf seinem Schloss in Transsilvanien. Während des Aufenthalts verliebt sich der Graf in ein Bild von Jonathans Verlobter  Mina und hat nur noch ein Ziel: Sie soll seine untote Braut werden. Jonathan gelingt die Flucht aus Transsilvanien und um Mina besser vor dem dunklen Grafen schützen zu können, heiratet er sie. Parallel zur Hochzeit kommt Graf Dracula in England an. Mina, obwohl mit Jonathan verheiratet, fühlt sich immer stärker zu Graf Dracula hingezogen. Hin- und hergerissen zwischen Furcht und Liebe lädt sie den Grafen zu sich ein. Wird Mina Dracula in seine dämonische Welt folgen?

Ende des 19. Jahrhunderts verfasste Bram Stoker den berühmtesten Vampir-Roman der Welt, der auch für die Bühne alles bietet, was ein gutes Musical braucht: Romantische Balladen, sinfonische Klänge, rockiger Sound, viel Gefühl und dramatische Duelle um Mitternacht. Eng an der literarischen Vorlage erzählt das Musical die Liebesgeschichte rund um Jonathan Harker, Mina Murray und den berühmtesten Untoten der Weltliteratur: Graf Dracula.

Das Publikum wartet gespannt auf ihren Plätzen. Es gibt einen lauten Donner und einen hellen Blitz. In diesen Moment haben die Schauspieler bereits die volle Aufmerksamkeit des Publikums.

Ein kleiner Mann, Anwalt Jonathan Harker, betritt die Bühne. Er trägt einen hellen  blau-grauen Anzug, will mit Dracula sprechen.

Als der Graf sein erstes Lied singt, macht sich seine tiefe Stimme bemerkbar. Diese Stimme zieht einen geradezu magisch an. Ein  Dracula muss nicht immer sexy aussehen, denn eine Stimme kann viel mehr bewegen. Seine Mimik und Gestik war immer deutlich zu erkennen. Er konnte mit einer leichten Handbewegung jedem das Genick brechen.

Dracula sucht die Nähe von Mina ( Elisabeth Köstner), aber um dies zu erreichen holt er sich die zauberhafte beste Freundin Lucy ( Sandra Pangl) zur Hilfe.

Eine der schönsten Szenen:

Lucy kann sich nicht gegen den unglaublichen Dracula wehren. Als sie selbst zum Vapier wird, entführt sie ein Mädchen, um später ihr Blut zu saugen.  Van Helsing & Co. pfählten  schließlich Lucy und konnten schließlich das Mädchen retten. Obwohl diese Szene sehr traurig war, gehörte sie für mich zu den schönsten. Für die beiden weiblichen Darsteller gab es natürlich viel Applaus.

 

Kostüme: Die Kostüme waren teilweise sehr farbenfroh und natürlich schwarz wie die Nacht. Sie waren sehr gut abgestimmt für die Rollen der Darsteller.

Bühnenbild: Das Bühnenbild besteht aus vier großen Bühnenwagen und zwei Effektvorhängen.  Esther Bätschmann gelingt es, eine stimmige Atmosphäre zu erschaffen.

Effekte: Donner, Nebel und Blitze passen perfekt zur Situation!

Gesang: kalt, bombastisch, prickelnd, gewagt, humorvoll, traurig
düster, hart – brutal.

Das Musical berührte nicht wegen den Vampire , sondern weil die Geschichte gut erzählt wurde. Manche Zuschauer dürften Blut geleckt haben und sehnsüchtig auf einen weiteren Besuch bei Dracula warten.

Am Ende der Vorstellung gab es lange Applaus und natürlich Standding Ovation.

4 Fragen an Alexander Prosek (Graf Dracula)

  1. Wie beschreiben Sie selber Dracula?

Dracula ist für mich einer der faszinierendsten Charaktere die ich je spielen durfte. Neben der Tatsache, dass ich selbst ein kleiner Fantasy-Nerd bin, finde ich diese Figur aus vielerlei Hinsicht sehr spannend. Dracula ist wild, animalisch, brutal, bestimmend und trotzdem in hohem Grade einfühlsam und sehr emphatisch. Ich glaube die große Faszination rührt daher, dass es sich um ein Wesen handelt das weiß was es will und auch bereit ist alles für seine Ziele zu tun. Ich bin sehr froh darüber, dass es mir möglich war, zusammen mit dem Regisseur Craig Simmons, vor allem seine Wildheit „herauszukitzeln“ und nicht einen weiteren Twilight Vampir auf die Bühne zu bringen. Ich glaube sowieso, dass diese Figur eine viel umfassendere Tiefe besitzt als man auf den ersten Blick vermutet. Auch wenn es vielleicht stellenweise als „kitschig“ beschrieben wird, aber für die Liebe als Ideal zu sterben ist ein Zeugnis von Größe.

  1. Welche ist Ihre Lieblingsszene?

Ich mag einige Szenen sehr gerne. Zu meinen Favoriten der Szenen in denen ich involviert bin zählen auf jeden Fall „Blut“, „Ich leb nur weil es Dich gibt“, „Zu Ende“und das Finale. Die Szenen meiner großartigen Kollegen finde ich ebenfalls sehr gelungen und es ist mir immer eine Freude sie dabei zu beobachten.

  1. Wurden ihre Zähne extra für Sie hergestellt?

Die Zähne wurden extra von den Maskenbildnern des Theaters für Niedersachsen hergestellt und individuell angepasst. Es ist schon der reine Wahnsinn was die „Damen“ dort alles zaubern können und wie geschickt und Ideenreich sie in kürzester Zeit Probleme lösen.

  1. Wie war für Sie die Vorstellung im Theater Hameln?

Ich mag das Theater in Hameln sehr gerne. Wir haben auch zu Silvester eine Doppelvorstellung der „Blues Brothers“ dort gespielt. Jedes Haus hat seine eigene Atmosphäre und Eigenheiten. In Hameln ist das gesamte Theater-Team sehr freundlich und zuvorkommend. Man bekommt auf der Bühne nur sehr wenig von den Zuschauern mit (was an der Akustik des Raumes liegt). Das ist schade, denn eine Vorstellung lebt immer auch davon das sich die Darsteller auf der Bühne und das Publikum gegenseitig „anstacheln“. Nichts desto trotz habe ich die Vorstellung und das Publikum sehr genossen, da ich das Gefühl hatte, dass die Zuschauer sehr nah an der Geschichte dran waren und sehr aufmerksam dem Geschehen folgten. Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.

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