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Viva Mexico: Premiere von „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“ in Bad Segeberg

 

Eine übergroße 2018 leuchtet auf – die Saison ist eröffnet.

Karl May trifft auf Fußball – parallel zur Premiere von „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“ tritt die deutsche Fußballnationalmannschaft gegen Schweden an. Wer am Samstag sich für Karl May statt Fußball entschied, wurde trotzdem auf dem laufenden gehalten. Old Shatterhand: „Deutschland hat gerade das 1:1 geschossen“. Die einen freuen sich, den anderen ist es egal. Aber zurück zur Premiere. 

Bei konstantem Nieselregen begrüßten Ute Thienel –  die Geschäftsführerin der Karl-May-Spiele – und Bürgermeister Dieter Schönfeld das Publikum. Den traditionellen Startschuss zur Premiere gab der Ministerpräsident Daniel Günter ab. Damit starten die Karl-May-Spiele in ihre 67. Spielzeit. 

Seit 2005 präsentieren die Karl-May-Spiele erstmals das Abenteuer um die geheimnisvolle Felsenburg. Das Stück spielt in Mexico, vielleicht nicht ganz passend zum Premierenwetter. Sehr passend ist aber die eindrucksvolle Kulisse – eine der aufwendigsten in der langen Geschichte der Segeberger Spiele. Felsenburg, Stadt, Hacienda, Bahnlinie – am Fuße des Kalkberges lässt man sich bekanntlich nicht lumpen. In dieser prachtvollen Kulisse spielt ein nicht weniger prachtvolles Ensemble.

Winnetou und Old Shatterhand bei der Hacienda

Patrick L. Schmitz

Wie immer vom Publikum gefeiert: Jan Sosniok als Winnetou und Kalkberg-Urgestein Joshy-Peters als Old Shatterhand. Gangster-Pärchen Harry Melton (Jochen Horst) und Judith Silberstein (Christine Neubauer) sind großartig – ein Duo, wie es selten in Bad Segeberg zu sehen ist. Besonders hervorzuheben ist Sascha Hödl: Der Österreicher spielte bereits den Winnetou bei den Winzendorfer Karl-May-Festspielen. In Bad Segeberg ist er eigentlich als Stuntreiter aktiv. Jetzt vertritt er Max König als „Yuma Shetar“, der sich bei den Proben verletzt hat. In kürzester Zeit ist Hödl für König eingesprungen & machte bei der Premiere seine Sache vortrefflich. Ebenfalls mit dem Herzen dabei: Patrick L. Schmitz als José Sancho Gonzalez, der zu Beginn der Vorstellung als normaler Besucher in die Arena stolpert. Insgesamt ein starkes Ensemble. Chapeau! 

Action à la Bad Segeberg

Die Karl-May-Spiele wären nicht die Karl-May-Spiele, wenn es nicht an allen Ecken knallen und brennen würde. So fliegt natürlich die Felsenburg in einem furiosen Finale in die Luft und die Helden lassen sich vom Publikum feiern! 

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